Stella Magica
TEM - Traditionelle Europäische Medizin
Die traditionelle europäische Medizin ist uralt. Die TEM ist ein Baum mit vielen Ästen, die sich wieder in einer Krone vereinen. Man kann es auch Traditionelle europäische Naturheilkunde oder traditionelle Abendländische Medizin nennen. Ihre Wurzel reichen von den Jäger- und Sammelgemeinschaften der Altzeit bis heute in die Neuzeit. Es handelt sich um ein lebendiges, dynamisches Heilsystem. Die Stärke dieses Heilsystems ist die ganzheitliche Sicht, die auf das Erlangen von Harmonie und Gleichgewicht ausgelegt ist. Viele Ärzte der „alten Zeit“ waren auch Philosophen, was den medizinischen und naturwissenschaftlichen Blickwinkel um einiges erweiterte. Resultat war ein tiefes Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Heilung. Es ist die Medizin unserer europäischen Ahnen. Auf dieser Heilkunde bauten spätere sesshafte Völker wie Germanen und Kelten auf. Diese damals sehr gebildeten „Druidenärzte“ besaßen einen ausgezeichneten Ruf, auch über die Grenzen des Keltenlands hinweg. Die sogenannte „Hexenmedizin“ des Mittelalters und der früheren Neuzeit nimmt dieses Wissen auf. Ein“ Rest“ davon ist in der heutigen Volksheilkunde enthalten.
Im antiken Griechenland und Rom entwickelte sich eine anspruchsvolle Medizin und wurde seit Hippokrates auf eine mehr wissenschaftlich ausgerichtete Basis gestellt. Die magischen Einflüsse älterer Zeit spielten auf einmal keine Rolle mehr und man glaubte nicht mehr daran, dass Krankheit eine göttliche Strafe darstellt. Die antike Medizin komplettierte sich durch bedeutende Einflüsse aus Ägypten und Babylonien, vermutlich auch aus dem indischen Ayurveda. Eine der wichtigsten Persönlichkeiten der griechischen Medizin war Hippokrates. Das Zentrum der heilkundlichen Ausbildung befand sich damals in Alexandria, das berühmte Ärzte und Pathologen hervorbrachte und die antike Medizin um ein Vielfaches an Wissen erweiterte.
Die „Klostermedizin“ des Mittelalters, also die Medizin der Mönche und Ordensfrauen ist ebenfalls Teil der traditionellen europäischen Medizin. Ihre Blüte war im 8. bis Mitte des 12. Jahrhunderts. Hier erblühte die Kräuterheilkunde. Auch mediale Elemente wurden Teil der europäischen Heilkunde, besonders bekannt durch die medialen Schriften und Lehren von Hildegard von Bingen. Sie beschreibt in ihren medizinischen Schriften die heilbringende Wirkung der Heilkräuter und die Wirkungen unserer Speisen auf die körperlichen Organfunktionen. Der Heilkraft der Edelsteine und der Metalle widmet sie sehr viele Seiten. Auch die Psychosomatik ist Teil ihres Heilsystems.
In der frühen Neuzeit sind gut ausgebildete Ärzte wie Paracelsus zu erwähnen. Er war nicht nur Arzt, sondern auch Philosoph, Astronom und Alchemist. Die Signaturenlehre, also die Ansicht, dass Heilpflanzen Rückschlüsse auf ihre Heilwirkung erlauben, wurde von Paracelsus weiterentwickelt. Sie ist auch Teil der traditionellen europäischen Medizin.
In der Neuzeit ist Pfarrer Kneipp mit seinen fünf Säulen der Gesundheit, seiner berühmten Wasserkur und Ordnungstherapie zu erwähnen. Des weiteren Edward Bach mit seiner Bachblütentherapie und Dr. Pol Henry. Dieser entwickelte die Gemmotherapie (Therapie mit Knospen).
Und heute? Die Mind-Body-Medizin und das Bochumer Gesundheitstraining haben ihre Wurzeln in der Gesundheitslehre der Antike und der Ordnungslehre Kneipps. Viele Imaginationsverfahren und die Hypnose bauen letztendlich auf der Schlafmedizin in den antiken Heiltempeln auf. Die TEM ist ein komplexes Heilsystem mit vielen Armen, vielen Ideen und Ansichten, eine Bereicherung für die komplementäre und alternative Heilkunde. Sie ist es wert, bewahrt und weiterentwickelt zu werden.
Das Studium der traditionellen europäischen Medizin ist sehr facettenreich. Es vermittelt das Wissen der antiken Medizin* Imaginationstherapien* Wassertherapien* Humoralpathologie in der Antike, Mittelalter und heute* Antike Gesundheitslehre* Kneipp* moderne Gesundheitsprogramme* Aus -und Ableitungsverfahren über Haut, Darm, Leber, Niere, Blut und Lymphe* Heilfastentherapie* Klostermedizin* Enzyklopädisten und die Väter der Botanik* Hexenmedizin( Kräuter, Rituale, Sprüche, Räucherungen)* Frauenheilkunde* Hildegard von Bingen: Philosophie, Pflanzenheilkunde, Edelsteintherapie, Seelenkräfte* Heilung über die Wirbelsäule (Strehlow)* Ernährung* Paracelsus: phil. Und medizinische Konzepte, Alchemie, Diagnose, Rezepturen, Spagyrik* Bachblütentherapie* Gemmotherapie* Geistige und energetische Heilmethoden* Heilung durch Schreiben und durch Meditation* Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaft*
TEM besagt, dass alle Erkenntnisse der Welt, die wir auf Erden besitzen nur aus de Lichte der Natur stammen.
„Das Licht der Natur reicht vom Sichtbaren zum Unsichtbaren und hier so wunderbar wie dort. Im Lichte der Natur ist das unsichtbare sichtbar“ ( Paracelsus)
Wir sollten uns wieder auf die wahrlich segensbringenden Schätze der Natur und der von Gott gegebenen Ressourcen der Erde besinnen, und im natürlichen Rhythmus von Natur und kosmischer Ordnung leben. In dem wir nach der „Ordnungslehre“ nur „GUTES“ einverleiben was unserem Seelenheil und dadurch auch unserem Leib dient, und uns von „UNGUTEN“ Einflüssen, welche uns nicht wohlgesonnen sind, verabschieden, werden wir immer mehr ganzheitlich heilen.